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Federn wollen fliegen

Wieder einmal gehe ich am Strand spazieren und finde eine Feder im Sand. Federn sind zum fliegen denke ich, hebe sie auf und überlasse sie dem Willen des Windes.

Sie steigt auf und entschwindet meinem Blick weit oben im azurblauen Himmel. In der folgenden Nacht träume ich einen seltsamen Traum: Leicht wie eine Feder wiege ich mich im Wind, der mich zu fernen Orten trägt, die mein Auge nie zuvor erblickt hat.

Ich sehe Städte voller Menschen, die sich nicht die Zeit nehmen zu mir aufzuschauen und immer schneller werdend im Kreis laufen ohne davon zu ahnen. Ich sehe Menschen die sich lieben und andere die sich hassen. Ich sehe Wälder die verschwinden und immer weniger werdend zu Weiden, Feldern, Städten und Mienen werden. Ich sehe Dinge die mich traurig und wütend machen und andere die mich zum Lachen bringen und glücklich machen.

So wie die Sonne glutrot im Meer versinkt, fliege ich ihr noch im ersten Morgenlicht entgegen. Über Berge, Täler, weite Ebenen, Meere, Städte und Dörfer führt mein Weg.

Müde vom langen Flug sinke ich herab in den weichen Sand des Strandes, an dem meine Reise begann. Langsam versinke ich, in Gedanken verloren und vom Fliegen träumend.

 Ein kleines Mädchen sammelt Muscheln am Strand. Ich kann ihr fröhliches Lachen schon aus weiter Entfernung hören. Es erinnert mich an all die schönen Ding, die glücklichen Menschen und die zauberhaften Wunder der Natur, welche ich auf meiner Reise sah. 

Sie zieht mich heraus aus dem Sand, ein wissendes Kinderlächeln  auf den Lippen, hebt mich hoch in den Himmel und lässt mich fliegen.

Wovon wird sie wohl träumen heute Nacht und wie viele Menschen werden mit und träumen? Wir sollten aufhören immerfort im Kreis zu rennen, den Bann des Alltages durchbrechen und uns erinnern was wir sahen als wir noch träumten.

Denke daran, wenn Du am Strand spazierend eine Feder findest!


Keep your face to the sunshine and you will not see the shadows !