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Kein Schatten ohne Licht,
die Sonne scheint durch dunkle Wolken...
Licht am Ende des Tunnels...
Sieh nach vorne, nicht zurück !
Denn dort liegt der Spiegel Deiner selbst.
Schau nach vorn 
und vertraue dem,
was Dich von innen heraus lenkt,
dann wirst Du die Kraft haben,
Deine Ziele zu erreichen 
und stets neue zu finden.

Die Welt liegt vor uns
und wir tun nichts anderes, als sie mit Füßen zu treten.
Mit den Stiefeln des Rechts des intelligentesten Wesens
dieses Planeten.
Wenn die "kleinen grünen Männchen" hier landen würden,
was sollen die von dieser Uniform nur denken ?

Von einem der auszog, seine Träume zu finden ...
von Geschichten begeistert,
den Mut nicht gerade gepachtet,
von Freunden ermuntert,
vom Ergeiz gepackt,
den Mut zum Übermut gesteigert,
ins Ungewisse gestürzt,
ums überleben gekämpft
und gewonnen,
erwachsen geworden,
stark zurückgekehrt,
rebelliert und gepredigt, 
vom Alltag eingeholt,
dem Trott verfallen,
aber immer noch träumend
und wissend es einmal geschafft zu haben
das Leben trotzdem liebend
und es nicht bereuend
seine Träume irgend wann verwirklicht sehend.

Gefallene Engel sterben langsam...
Ein Berg oberhalb der Baumgrenze,
nur blauer Himmel über mir.
Ein Adler zieht seine Kreise,
weit unter mir....
Der Wind trägt ihn stundenlang,
scheinbar bewegungslos.
Ein Windstoß öffnet meinem schwarzen Mantel 
genau wie die Schwingen des Greifs,
...reist an meinen schwarzen Haaren,
...bläst in meine schwarzen Augen,
den Spiegel, den ich Dir beschreiben will:

Meine Kraft schwindet,
nur noch selten schaffe ich es, 
die Leute aus Ihrer Verzweiflung,
der Einsamkeit oder dem Alltag zu reißen.
Die Momente des Zögerns, der Besinnung,
genau das bin ich !
Du kennst mich ! Nicht wahr ?!
Ich bin immer da,
bremse den Lauf der Geschichte,
doch kann ich nicht überall sein.
Es gibt viel zu wenige von uns,
zu viel zu tun !

In den wenigen Momenten, die ich Dich begleite,
siehst Du die Welt durch meine Augen, 
fühlst meine Gefühle,
denkst meine Gedanken,
spürst meinen Atem in Deinen Lungen,
hörst mein Herz in Deiner Brust schlagen.

Freiheit !
Grenzenlose Freiheit !

Vielleicht werden diese Momente weniger,
weil Du Angst hast,
meine Trauer zu spüren.
Die Trauer darüber, das Du verlernst
durch meine Augen zu sehen,
das Du erblindest,
taub und gefühllos wirst. 

Wenn es so weit gekommen ist,
brauchst Du mich nicht mehr !
Weder mich noch Hoffnung...

aber gefallene Engel sterben langsam...
(...und sollten doch ewig leben !)

Shadow Angel

Eigentlich sollte diese Geschichte anfangen mit "Es lebte einmal ein Schatten." Nur stehe ich dabei schon vor dem ersten Problem: Leben Schatten???

Also nächster Versuch: Es war einmal ein Schatten....
Wo ich gerade einmal bei den Fragen bin, die jedes gute Buch zerstören können:
Was wäre, wenn man den Schatten einmal anders, und NICHT als Kreation der Lichtverdeckung betrachten würde? Was wäre, wenn die Verbindung der Dinge zu ihren Schatten nicht so eng wäre? Vermutlich denkst Du genau wie jeder Mensch mit gesundem Menschenverstand: "Ohne den Körper existiert kein Schatten!"

Ist es aber nicht auch umgekehrt? Hätten wir keinen Schatten, gäbe es uns nicht, oder? Du denkst an die Dunkelheit? in der Du sehr wohl ohne Schatten existieren kannst?
Könntest Du wirklich ohne Sonne, ohne Licht leben?

Kann das nicht auch heißen (nur theoretisch natürlich!) Du kannst ohne Schatten nicht leben???

Zurück zum Schatten unserer Geschichte!
Es war einmal ein kleiner Schatten. Anders als man es erwarten würde, war er der Meister eines kleinen Jungen in einem Dorf zwischen den Dünen am Meer. Klingt ungewöhnlich, nicht wahr? Ja, unser Schatten war ein kleiner Meister. Jeden Morgen, wenn die Sonne am Horizont hinter den Dünen am Rande des Dorfes aufging, weckte der Schatten den kleinen Jungen und schubste ihn fröhlich aus den Federn. Da die Dünen recht hoch waren, stand die Sonne bereits hoch am Himmel, ehe sie die Berge aus Sand erklommen hat. 
Den ganzen Tag über spielte unser kleiner Schatten mit dem Jungen, führte ihn bald hierhin, bald dorthin und genoss es besonders an der frischen Luft zu sein. Er liebte den Sonnenschein über alles. Kräftig hob er sich vom Boden ab und konnte es gar nicht erwarten, die Umgebung zu erkunden und andere Schatten zu treffen. Wie schön war es doch, dem Baumschatten der Kiefer vor dem Haus "Hallo" zu sagen oder den Schatten anderer Menschen zu begegnen. Schließlich möchte man sich ja auch einmal unterhalten und Neuigkeiten austauschen. 
Am liebsten jedoch, lag er unter der Bank am Giebel des Hauses und lauschte dem Schatten vom Großvater des kleinen Jungen - übrigens ein alter und ziemlich runder Schatten-, wenn er von seinen Abenteuern aus fernen Ländern erzählte. 
Dabei waren die Geschichten des Großvaters für den kleinen Jungen offensichtlich genauso spannend wie die seines Schattens, sonst wäre er nie so lange sitzen geblieben.
Geschichten konnten die beiden erzählen, unglaublich! von Flammenflackerschatten bis hin zu den gruseligen Blitzschatten, die ganz grell und weiß umrahmt sein sollten.

Gott sei Dank hatte unser kleiner Schatten so etwas noch nie gesehen. Schließlich hatte man als ordentlicher Tagesschatten um diese Zeit zu schlafen! Und immerhin hatte man doch schon tagsüber alle Hände voll zu tun, über Straßen, Hauswände, Stühle, Tische und sogar durch Fenster zu fallen. Ganz schön aufregend! 
Wie nahe sich der kleine Junge und sein Schatten waren, hättest Du ganz leicht erfahren können, hättest Du ihn gefragt! Am Tag wenn der Schatten klein war, gab es zu viel zu tun, zu erleben und zu sehen um aufeinander acht zu geben. Am Abend jedoch, wenn die Schatten beginnen zu wachsen und selbst unser kleiner Schatten immer größer und größer wurde und die Sonne am Horizont stand, begann sich der kleine Junge zu fürchten. So lange er den Schatten sehen konnte, hatte er keine Angst. Aber langsam, ganz langsam dehnt sich der ehemals so kleine Schatten aus. So lange, bis er den Boden zu den Füßen des Jungen, die Wände und Decken und schließlich auch die Fenster bedeckte. Die Dunkelheit brach herein. Der kleine Junge fühlte sich im Dunkeln allein und hatte schrecklich Angst. Konnte er doch nicht wissen, das sein Schatten im Dunkel der Nacht schlafen gegangen war. 
Die Dielen vor dem Zimmer knarksten leise.... jemand kam! ..... immer näher zu seiner Tür....und blieb stehen. Mit der Bettdecke über dem Kopf lauschte der kleine Junge den näher kommenden Schritten. Wie gern hätte er jetzt seinen Tagschatten bei sich gehabt um nicht alleine zu sein! Da, leise quietschend öffnete sich die Tür! Ein zuckelnder Flammenschatten fiel herein, gefolgt von einer großen dunklen Siluette. Vorsichtig unter der Decke hervorschauend schien ihm die Figur und deren Schatten riesengroß... sie kam auf ihn zu, immer näher zu seinem Bett ....er zitterte vor Angst...
Die Bettdecke flog zurück ....und er sah in das Gesicht seiner Mutter. "Du erstickst mir noch unter der Decke mein Sohn! Ich bringe Dir nur eine Kerze, damit Du Dich im Dunkel nicht fürchtest." Oh ja, genau das hatte er gerade getan! Seine Mutter deckte ihn zu und wünschte ihm eine gute Nacht.
Eine kleine Weile beobachtete der kleine Junge noch das Kerzenflackern und die Schatten seiner Spielsachen an der Wand, bis er mit dem Gedanken an all die Schatten, die ihn umgeben und bewachen einschlief. 

Als unser kleiner Tagschatten ihn am morgen wecken wollte, staunte er nicht schlecht, dass am Fuße des Bettes ein Kerzenflackerschatten saß. Dieser erzählte ihm von dem nächtlichen Abenteuer und gemeinsam beschlossen sie, bei Tag und Nacht über den kleinen zu wachen. Wie die Engel aus den Geschichten der Menschen gesellten sich der Sternenschatten, der Mondschatten und viele andere zu ihnen. So war bei Tag und Nacht immer jemand da, der über den Kleinen wachte und er brauchte nie wieder Angst zu haben.



(Dadari, ein indischer Gott, der über den Schlaf von ungeborenen oder neugeborenen Kindern wacht)

 


Keep your face to the sunshine and you will not see the shadows !